
Seit mindestens 12 Millionen Jahren blühen und duften die Blumen der Gattung Rosa auf der Erde und es gibt eine unübersehbare Vielzahl an Rosen, was der Natur, aber auch den Zuchterfolgen der Rosengärtner zu verdanken ist. Als „Alte Rosen“ gelten solche, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Jahr der Entstehung von ’La France‘, der ersten Teehybride.
Die meisten der alten Sorten sind inzwischen ausgestorben, denn mit dem Ziel, immer neue, moderne Rosen zu züchten, die immer dauerhafter und leuchtender blühen sollten, wurden viele dieser Sorten „zu Tode gekreuzt“. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich einige traditionsbewußte Gärtner ihrer wieder an. Sie suchten und fanden vergessene und fast ausgestorbene Alte Rosen in Hecken, Mauerfundamenten oder Bauerngärten.
Als echte Rosenliebhaber erkannten sie die wahren Qualitäten dieser Sorten. Denn die historischen Rosen sind oft widerstandsfähiger, frosthärter und pflegeleichter als moderne, sie haben einen wesentlich intensiveren Duft und ein großes Spektrum an Blütenfarben und -formen. Viele alte Sorten blühen zwar nur einige Wochen im Sommer, dafür aber um so verschwenderischer. Allerdings: Nicht immer blühen diese Rosen bereits im ersten Jahr nach der Pflanzung.

Die Klasse der weißen Rosen (Rosa alba)
Zu dieser Rosenklasse gehören einige der ältesten bekannten Gartensorten. Sie wurde schon zur Zeit der Griechen und Römer kultiviert. Ihre frühesten Formen entstanden als Naturhybriden aus der Hundsrose und der Damaszenerrose des Vorderen Orients. Die Weißen Rosen zeichnen sich durch einen besonders buschigen, oft überhängenden Wuchs und eine sehr gute Winterhärte aus. Die dichten, robusten Rosenbüsche eignen sich somit für kältere und höhere Lagen und gedeihen auch im Halbschatten.
Chloris (Rosa alba)
(Abb. links) Die auch als ’Rosée du Matin‘ bekannte Rose gibt es schon seit 1823, berühmt wurde sie aber als ’Chloris‘, benannt nach der griechischen Göttin der Blumen. Sie bildet im Juni und Juli üppige, enorm reichblühende Blütenbüschel entlang der überhängenden Zweige. Die einzelnen, gutgefüllten Röschen sind zartrosafarben mit rötlicher Mitte, im Erblühen hellen sie auf, und später rollen sich die äußeren Blütenblätter auswärts und lassen das Auge sichtbar werden. Der sehr winterharte Strauch trägt an stachellosen Trieben fast waagerecht stehende Laubblätter; mit dichtem, breitbuschigüber-
hängendem Wuchs wird er etwa 2 m hoch und 1,5 m breit.
Verwendung: Als freistehender Solitärstrauch oder für Heckenpflanzungen geeignet, auch im Halbschatten.
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Mme Legras de St. Germain (Rosa alba)
(Kleine Abb. rechts oben) Diese um 1848 in Frankreich eingeführte Rose begeistert bis heute mit ihren weithin leuchtenden, reinweißen Blütenschalen mit dem auffallenden elfenbeinfarbenen Schimmer in der Mitte. Die Blüten sind groß, dichtgefüllt und verströmen einen starken, weittragenden Duft. Sie erscheinen im Mai und Juni in großer Fülle. Die fast stachellosen Zweige mit schönem graugrünem Laub wachsen langtriebig und überhängend. Ideale Anfängerrose mit großer Winterhärte und für den Halbschatten geeignet. Etwa 1,8 m hoch und breit. Verwendung: Die Rose kann auch gut an einer Mauer entlang gezogen werden oder als 3–4 m große Kletterrose an Obelisken oder Pyramiden. » zum Produkt... ab 13,50 Euro
La France (Teehybride)
Sie war die bedeutendste Züchtung des 19. Jahrhunderts und die erste (öfterblühende) Teehybride überhaupt. 1867 wurde diese, bald weltberühmte Rose von dem Franzosen Guillot ausgelesen und galt schon nach kurzer Zeit als das Ideal für Duft und Schönheit. Von Mitte Juni bis Ende Oktober öffnen sich unermüdlich die edlen, großen, schlanken Blüten in silbern schimmerndem Rosa; hoch gebaut, stark gefüllt und einen starken Duft verströmend. Der dunkelgrün belaubte Strauch mit aufrechtem Wuchs ist etwa 1,1 m hoch und 0,6 m breit und ist gut winterhart. Die Sorte ist eine ausgesprochene Liebhaberrose mit berühmter Geschichte, die für etwas Pflege dankbar ist.
Klassische Beetrose und auch für die Topfkultur geeignet. » zum Produkt... 15,00 Euro
Die Klasse der Gallischen Rosen (Rosa gallica)
Die Gallische Rose ist die Stammutter der alten, heute in Mitteleuropa heimischen Gartenrosen. Die Urform (Rosa gallica pumila) hat ihren Abkömmlingen den intensiven Duft mitgegeben; zudem zeichnen sich die üppigen Büsche durch eine sehr gute Gesundheit, Robustheit und völlige Winterhärte aus.
Belle Isis (Rosa gallica)
(Kleine Abb.)
Für eine reine Gallica-Rose ist die „schöne Isis“, eine Parmentier-Züchtung von 1845, zu rundlich geformt und von zu zarter Farbe; wahrscheinlich ist, daß auch eine Damaszener-
rose Ahnin dieser außergewöhnlichen Sorte ist. Aus den dicken, kugeligen Knospen erblühen wunderschöne Blütenbüschel in zartem Rosa, das sich zur Mitte hin zu einem warmen, dunklen Rosarot- Ton verdichtet, während die äußeren Blütenblätter im weißlichen Apfelblütenton strahlen. Ihr Duft ist ungewöhnlich: man spricht von einem „Myrrhe-Duft“, balsamisch-warm und würzig-süß.
Der hellgrün belaubte, nur 1–1,5 m hohe und breite Strauch ist eine hübsche Erscheinung in Beet und Rabatte und wie alle Gallica-Rosen von sehr guter Winterhärte. Verwendung: Als Solitärstrauch oder für eine Heckenpflanzung geeignet, auch im Halbschatten.
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Duchesse de Montebello (Rosa gallica)
(große Abb.) Diese Laffay-Züchtung von 1829 ist enorm reichblühend mit starkgefüllten, mittelgroßen Blüten in zartem Rosa. Sie stehen in großen Büscheln und duften süß; die Knospen blühen ballförmig auf. Blüte im Juni und Juli. Die Rose wächst schnell auf eine Höhe und Breite von etwa 1,5 m heran; die kräftigen, schön belaubten Triebe hängen leicht über. Verwendung: Als Solitärstrauch oder für eine Heckenpflanzung geeignet, auch im Halbschatten. » zum Produkt... ab 13,50 Euro
Die Klasse der Moosrosen (Rosa muscosa)
Moosrosen sind seit dem Ende des 17. Jahrhunderts bekannt; sie gelten als Untergruppe der Centifolien-Rosen und sind aus diesen hervorgegangen. Blütenstiele, Knospen und Kelchblätter sind mit moosartigen Drüsen dicht besetzt. Diese verströmen einen herben, an Wald, Harz und Tannenzapfen erinnernden Duft – eine exquisite Mischung mit dem blumigfruchtigen Blütenduft.
Shailers White Moss (Rosa muscosa)
(Große Abb.) Eine Shailer-Züchtung von 1788, die alle Vorzüge der Moosrosen in sich vereint: Die Blütenstiele und Knospen sind gut bemoost und duften balsamisch harzig, ein schöner Rahmen für den außerordentlich starken Rosenduft der Blüten. Diese erscheinen von Ende Mai bis Anfang Juli in großer Fülle; sie sind groß, flach und dicht gefüllt, meist exakt geviertelt und von leuchtendem Weiß, im Aufblühen zartrosafarben überhaucht. Der gesunde Strauch trägt dunkelgrünes Laub und wächst kräftig und buschig auf 1,5 m Höhe und 1,2 m Breite.
Die Rose ist sehr gut winterhart und pflegeleicht. Als Solitärstrauch, für Staudenrabatten oder Heckenpflanzungen. » zum Produkt... ab 13,00 Euro
Deuil de Paul Fontaine (Rosa muscosa)
(Kleine Abb.) Diese Moosrose von 1873 entzückt mit ihrer außergewöhnlichen Farbe: Die großen, akkurat geformten und gutgefüllten Blüten sind von dunklem, dabei leuchtendem Purpurrot; die Triebe und Knospen sind rötlich bemoost. Hauptblütezeit ist von Ende Mai bis Ende Juni mit einer guten Nachblüte bis in den Herbst. Die Knospen erblühen auch bei ungünstiger Witterung problemlos. Der Strauch wird etwa 2 m hoch und 1,5 m breit und ist sehr winterhart. Verwendung: Sehr vielseitig, als Strauchrose, für Hecken oder Gefäße. Da diese Rose bis zu 3 m lange Triebe bildet, kann sie auch als kleinere Kletterrose gezogen werden. » zum Produkt... ab 13,00 Euro
Die Klasse der Remontantrosen (Rosa remontant)
Durch die Einkreuzung der Teerosen aus dem fernen Orient entstanden in Europa weitere Rosenklassen, u.a. die Remontantrosen (auch centifolienartige Parkrosen genannt), die bis auf wenige Ausnahmen öfter blühen. Diese remontierenden Rosen sind das Bindeglied zwischen den alten und den modernen Rosen.
Baron Girod de l'Ain (Rosa remontant)
(Kleine Abb.) Ein Gärtner aus der Gegend um Lyon fand sie 1897 als Sport der ’Eugène Fürst‘ – seitdem wird diese ex-
zellente Rose für jede gute Sammlung empfohlen.
Die großen, schalenförmigen Blüten sind von einem leuchtenden Karminrot, dicht gefüllt mit gewellten Blütenblättern, die von einem schmalen weißen Rand gesäumt sind. Sie verströmen einen starken Duft und sind sehr haltbar. Die Rose blüht mit kleinen Unterbrechungen von Juni bis zum Frost; sie ist unkompliziert, robust und gut winterhart. Der wenig bestachelte Strauch wächst kompakt und dicht und wird etwa 1,2 m hoch und breit.
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Souvenir du Dr. Jamain (Rosa remontant)
(Große Abb.) Ein Bild von einer Rose: diese Lacharme-Züchtung aus dem Jahre 1865 besticht mit ihren samtigen, tief weinroten, perfekt geformten Blüten; im Verblühen zeigen sich dunkelviolette, fast schwarze Schattierungen, und die goldgelben Staubgefäße werden sichtbar. Während der Hauptblütezeit im Juni und Juli verströmt der wüchsige, reich mit Blüten besetzte Strauch einen betörenden Duft; im September blüht er ein zweites Mal. Bis 1,8 m hoch und 1,2 m breit. Diese Rose kann auch (als sogenannte Pillarrose) als Spalierrose gezogen werden; sie erreicht dann eine Höhe von 2 bis 3 m. » zum Produkt... 15,00 Euro

Als Bodendeckerrosen bezeichnet man die flach- und breitwachsenden Arten und Sorten. Sie sind in der Lage, sonnige und trockene Flächen schön und dauerhaft zu begrünen und mit ihrem dichten Wuchs die Ansiedlung anderer (unerwünschter) Pflanzen zu unterdrücken.
Souvenir de Greuville (Rosa-Hybriden)
(Große Abb.)
Diese buschig wachsende Klein-
strauchrose – eine Züchtung unseres Rosenlieferanten – bildet schöne, stark gefüllte, in Büscheln stehende Pomponblüten mit zartem Duft. Sie erblüht rosaviolett und hellt nach einiger Zeit bis weiß auf, so daß der Strauch in allen Farbtönen zwischen Weiß und Hellviolett changiert – sehr hübsch zu dem frischgrünen Laub. Mit kleinen Unterbrechungen blüht diese Rose von Ende Mai bis in den Herbst hinein. Sie ist ausgesprochen gesund und robust, winterhart, und sie verträgt auch Halbschatten.
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Sternenflor (Rosa-Hybriden)
(Kleine Abb.) Auch diese außergewöhnliche Bodendeckerrose ist eine Züchtung unseres Rosenlieferanten. Das Besondere an ihr ist der sehr flache, nur 30 cm hohe, aber kräftige Wuchs, die unermüdliche Blütenbildung und die herausragende Robustheit. Die leuchtendweißen, ungefüllten Einzelblüten mit goldgelben Staubfäden verströmen einen angenehmen Apfelduft und sind eine wertvolle Bienenweide. Von Juni bis Oktober schiebt die Rose ununterbrochen Blüten nach, die nachfolgenden roten Hagebutten halten bis in den Spätherbst hinein. Das dunkelgrüne, glänzende Laub ist unempfindlich gegen Krankheiten. Die Pflanze wird etwa 60 cm breit. » zum Produkt... ab 11,00 Euro

Die kletternden Rosen haben nicht nur einen verschwenderischen Blütenflor, sie zeichnen sich auch durch den praktischen Vorzug aus, daß sie nur wenig Bodenfläche beanspruchen und dabei an einer Laube, im Geäst eines Baumes, an einer Mauer oder einem Rankgerüst sehr wirkungsvoll zum Einsatz kommen. Sie sind eine Bereicherung für jeden Gartentyp, vom streng formalen bis zum naturnahen.
Climbing Paul Lédé (Kletternde Teehybride)
(Kleine Abb.) Diese charmante, reich- und langblühende Rose wurde 1913 von Lowe gezüchtet und ist eine der wenigen kletternden, winterharten Teehybriden. Die perlmuttrosafarbenen und zartgelben, am Rand cremefarben aufhellenden Blüten sind groß, dichtgefüllt und duften süß. Nach der üppigen Hauptblüte im Juni und Juli remontiert diese Sorte gut und blüht immer wieder bis in den Herbst. Mit kräftigem Wuchs und reichem, gesundem Laub. Verwendung: Robuste Anfängerrose, die sich als freistehender Strauch (3,5 m hoch, 2,5 m breit) oder als etwa 4 m hohe Kletterrose an Spalieren oder anderen Rankgerüsten ziehen läßt.
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Parade (’New Dawn‘-Sämling x ’Climbing Minna Kordes‘)
(Große Abb.) Diese reichblühende Kletterrose ist eine relativ moderne Züchtung von 1953, die von Juni bis Oktober ihre großen, dichtgefüllten Blüten in leuchtendem Karminrosa entfaltet. Zunächst becherförmig, erblühen sie zu nostalgisch anmutenden, rosettenartig gefüllten Blütenschalen mit gutem Duft. Das glänzendgrüne Laubwerk ist sehr gesund. Die Rose hat einen kräftigen, 3 bis 4 m hohen Wuchs, ist robust und winterhart; damit ist sie eine ausgezeichnete Anfängerrose. Verwendung: Zur Begrünung von Mauern und Wänden (am Spalier) sowie für freistehende Rankgerüste geeignet.
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Im Gegensatz zu den eigentlichen Kletterrosen haben die Rambler weiche und elastische Triebe und können klettern, ohne hochgebunden zu werden. Sie erreichen dabei beachtliche Höhen (wenn man sie beispielsweise in einen Baum klettern läßt) und müssen kaum geschnitten werden. Sie blühen am zweijährigen Holz und können – in Ermangelung einer Kletterhilfe – ebensogut kriechend den Boden bedecken.
Obwohl Rambler bereits im frühen 19. Jahrhundert gezüchtet wurden, sind sie heute nur wenig bekannt. Ihrer zahlreichen Vorzüge wegen und weil wir meinen, daß auch diese Rosen mehr Beachtung verdienen, bieten wir hier einige Sorten aus dieser Gruppe an.
16,50 Euro
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Werden Rambler- oder Kletterrosen als hohe Stammrosen veredelt, entstehen die sogenannten Kaskadenrosen: Sie haben keine runde Krone (wie z.B. die Zwergstämme), sondern bilden lange Blütentriebe, die kaskadenartig nach unten fallen. Wir bieten die Kaskaden mit 1,4 m Stammhöhe an – in dieser Größe sind sie nur ganz selten zu bekommen.
Christine Hélène Kaskade
(Rosa-Helenae-Sämling)
Diese hübsche Rambler-
rose (Abb. links) wurde als Zufallssämling in einem Privatgarten gefunden. Die zart duftenden Blüten sind leicht gefüllt und blühen an langen Rispen; von Ende Mai mit kurzen Blühpausen bis in den Herbst hinein. Die dottergelben Knospen erblühen zu leuchtendgelben, später cremeweiß aufhellenden Röschen. Im Herbst bilden sich kleine, runde, leuchtend orangefarbene Hagebutten. Das dunkelgrüne Laub sitzt an weichen, nur wenig bestachelten Trieben, die bei dieser Kaskadenform elegant überhängen. Die Rose ist sehr winterhart und gedeiht auch im Halbschatten und auf mageren Böden. Stammhöhe etwa 140 cm.
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Veilchenblau Kaskade (’Crimson Rambler‘ x unbekannter Sämling)
Ein echter deutscher Klassiker von J. C. Schmidt, der schon 1909 in den Handel gebracht wurde, heute allerdings fast nur noch in Rosarien und alten Bauerngärten vorkommt. Die recht kleinen, leicht duftenden Blüten sind blauviolett mit weißem Auge und wirken erst auf Entfernung stahlblau. Die Knospen öffnen sich rötlich. Sie blüht einmal überreich im Sommer, die Blüten stehen dabei in großen Büscheln und vermitteln einen ganz außergewöhnlichen Farbeindruck. Die Rose ist von starkem Wuchs und bildet lange, stachellose, schön überhängende Triebe. Sie gedeiht auch gut im Halbschatten. Stammhöhe etwa 140 cm. » zum Produkt... 39,00 Euro
Lieferung: Wir versenden die Rosen als etwa ellenlange Sträucher, teils wurzelnackt, teils im Topf, verpackt in feuchter Holzwolle. Sollten Sie die Rosen nicht gleich pflanzen, können Sie sie (in geöffneter Verpackung, kühl und frostfrei) etwa 2 Wochen lagern; das empfindliche Feinwurzelwerk darf dabei auf keinen Fall trocken werden. Besser ist es, die Rosen an einer schattigen Stelle im Garten einzuschlagen. Jedem Paket liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei.
Die Pflanzanleitung für Rosen können Sie sich hier auch als » PDF-Dokument herunterladen.

Stammrosen eignen sich besonders gut zur Bepflanzung von Kübeln und damit der Gestaltung von Terrassen, Balkons und Eingängen. Im Gegensatz zu den klassischen, meist nicht winterharten Kübelpflanzen wie z.B. Oleander oder Engelstrompete haben sie den Vorteil, daß sie – mit einem geeigneten Winterschutz versehen – draußen überwintern können. Als Unterlagen (also als Stämme) werden Wildrosen verwendet, deren positive Eigenschaften wie Frosthärte und geringe Krankheitsanfälligkeit der veredelten Rose zugute kommen. Auf den Stamm werden die Edelreiser einer geeigneten Sorte okuliert, meist mehrere, um eine gleichmäßige Kronenform zu erhalten. Auf diese Weise entstehen Rosen, die die Form eines kleinen Baumes haben; die sorgfältige Anzucht einer guten Stammrose dauert etwa vier Jahre.
Mme Knorr Zwergstamm (Rosa portlandica)
Diese französische Sorte von 1865 wurde 1912 zu einer der 100 schönsten Rosen gekürt. Aus eleganten langen Knospen öffnen sich große, gut gefüllte Blumen in lebhaftem, kräftigem Rosa, das sich zur Mitte hin vertieft. Später hellen die äußeren Blütenränder auf. Die Blüten verströmen einen guten starken Duft. Die Rose blüht außerordentlich reich und ausdauernd: Von Juni bis Oktober öffnen sich unermüdlich neue Knospen, nur im August legt sie eine Pause ein. Mit dichtem, kräftigem Wuchs und dunkelgrünem Laub bildet sie eine schöne, kugelige Krone. Die pflegeleichte Anfängerrose ist zudem von sehr guter Winterhärte. Stammhöhe etwa 40 cm.
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Weiße Jaques Cartier Zwergstamm (Rosa damascena)
Dies ist eine natürlich entstandene, weiße Variante der bekannten rosafarbenen ’Jaques Cartier‘ und wie diese schon von weitem als typische Damaszenerrose wahrnehmbar, denn der betörend schwere, würzige Duft verbreitet sich im ganzen Garten. Aus ballförmigen Knospen öffnen sich die weißen, starkgefüllten Blüten unermüdlich von Anfang Juni bis Ende August, dann mit Unterbrechungen bis in den Oktober hinein. Mit den großen Blütenbüscheln und dem üppigen Laub bildet sie eine wohlgeformte, kompakte Krone. Die Rose ist sehr winterhart und toleriert auch magere Böden und Halbschatten. Stammhöhe etwa 40 cm.
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